
Einblicke vom proinflammatorischen Auslöser zum entzündungshemmenden Therapeutikum
Bienengift ist toxisch, wirkt jedoch in kontrollierter Dosierung antiinflammatorisch, hemmt NF-κB, moduliert Immunzellen und benötigt sichere Delivery-Systeme.
Bienengift (BV) gilt als vielversprechender Kandidat gegen verschiedene Krebsarten, darunter Brust-, Lungenkrebs und Leukämie. Leukämien entstehen durch abnorme Leukozytenproduktion im Knochenmark und erfordern multimodale Therapien wie Stammzelltransplantation, Immuntherapie und Chemotherapie. Da aktuelle Behandlungen durch Resistenz, Nebenwirkungen, hohe Kosten und begrenzte Zielgerichtetheit eingeschränkt sind, rückt BV als Alternative in den Fokus. Seine Hauptkomponente Melittin (40–60% der Trockenmasse) zeigt proapoptotische, antiproliferative und membranschädigende Effekte und hemmt Überlebenswege wie Akt/ERK. In vitro wurde Wirksamkeit in mehreren Leukämiezelllinien (z.B. HL-60, K562, Jurkat) dosis- und zeitabhängig gezeigt.

Bienengift ist toxisch, wirkt jedoch in kontrollierter Dosierung antiinflammatorisch, hemmt NF-κB, moduliert Immunzellen und benötigt sichere Delivery-Systeme.

Der Imker Thomas Weber erlitt eine allergische Reaktion auf Bienengift. Wie es ihm dabei ging schrieb er in der Tageszeitung
Melittin als potenzielle Therapie bei Eierstockkrebs: Hemmung der Tumorausbreitung über den JAK2/STAT3-Signalweg